Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen zur Thematik:

  • Was passiert mit meiner alten Heizung? – Vorhandene Heizungen (maximal 15 Jahre alt) und brauchbare Öltanks können in Zahlung genommen und verkauft werden. Das restliche Heizöl kann innerhalb des Dorfes weiterverkauft werden.
  • Wie sicher ist das System? – Grundsätzlich kann jede Technik ausfallen. Wenn die heimische Heizung ausfällt und der Heizungsbauer (nachdem er irgendwann gekommen) das defekte Teil gefunden hat, kann es lange dauern, bis das das Ersatzteil da ist. Bei dem geplanten Nahwärmenetz würde es mehrere – mindestens drei – Kessel geben. Selbst wenn einer ausfällt oder für Wartungsarbeiten abgeschaltet wird, laufen die anderen weiter. Große Pufferspeicher sorgen auch für einen Ausfall aller Kessel für Wärme. Außerdem ist im Netz stets Wärme gespeichert. Vor allem können einzelne Abschnitte des Netzes vom Rest getrennt werden, sodass bei einer Beschädigung eines einzelnen Rohres der Rest des Netzes weiterlaufen kann.

    Übergabestation

    Kompakte und simple Übergabestation

  • Wie kompliziert ist der Hausanschluss vom Nahwärmenetz an meinen Warmwasseranschluss? – Der Hausanschluss ist erstaunlich einfach. Das System besteht im Wesentlichen aus einem Zuleitungs- und einem Ableitungsrohr. Er ist etwa so groß wie der Kasten der Stromsicherungen. Dort wird die Wärme über Wärmetauscher berührungslos an das Warmwassernetz des Hauses abgegeben und die Wärmemenge per Zähler gemessen. Einfacher geht eine Heizung garnicht.
  • Was ist bei einem Bruch der Rohrleitung? – Zuerst einmal: Der Hersteller der Rohre gibt eine Lebensdauer von mindestens fünf Jahrzehnten für die Rohre an. Das heißt, dass aus „Altersgründen“ kein Rohr kaputt gehen wird. Falls durch Bauarbeiten ein Rohr beschädigt wird, kann über ein Kabel im Rohr auf den Meter genau elektronisch bestimmt werden, wo die Bruchstelle ist. Nachdem das Netz für den einzelnen Abschnitt abgetrennt wurde, kann so schnell und effizient die Stelle aufgegraben und das Rohr repariert werden.
  • Wie stabil sind die Preise für die Wärme? – Aufgrund langfristiger Lieferverträge über den heimischen Brennstoff Holz sind die Preise stabil. Man muss sich keine Sorgen mehr über (bald vermutlich wieder) steigende Ölpreise machen.
  • Kann ich meinen Holzofen/meine Warmwasser-Solaranlage weiter betreiben? – Der Holzofen kann stets ohne Einschränkungen weiter betrieben werden. Auch die Warmwasser-Solaranlage kann problemlos in das neue System integriert werden und ergänzt die heimische Heizungsanlage.
  • Was mache ich mit meinem alten Heizungskeller, wenn der Netzanschluss kommt? – Raus mit dem Zeug (siehe „Was passiert mit meiner alten Heizung?“) und den zusätzlichen Platz im Haus genießen – und genießen, dass es im Keller nicht mehr nach Öl stinkt.
  • Ist das alles nicht viel zu teuer? oder auch: Der Ölpreis ist doch so tief?! – Wenn man seine Heizungskosten ausrechnen möchte, reicht es nicht, nur den Heizölpreis zu nehmen. Eine Heizung kann kaputt gehen, der Schornsteinfeger schaut nach dem Kamin und es ist absehbar bzw. bereits eingetreten, dass die Gesetze verschärft werden: Alte einwändige Heizöltanks müssen durch moderne ersetzt werden und neuere Heizungen soll es nur mit (teurer) Brennwerttechnik geben. All diese Kosten fallen weg. Der Nutze des Nahwärmenetzes bezahlt nur die Wärme, die er verbraucht. Dadurch, dass die Technik- und Wartungskosten auf alle Nutzer verteilt werden, bezahlen alle auf langfristiger Basis deutlich weniger, als wenn jeder Einzelne ein System betreibt. Abgesehen davon muss man sich um nichts mehr kümmern.
  • Sind die Dörfer Birkelbach und Womelsdorf nicht viel zu dünn besiedelt? – Andere Orte mit Nahwärmenetz wie bspw. in Oberrosphe haben eine ähnliche Struktur und sind dünn bebaut. Das dortige Netz ist trotz der größeren Abstände zwischen den Häusern profitabel. Durch moderne, gut gedämmte Rohre sind die Wärmeverluste sehr gering. Jedoch kann das Nahwärmenetz Birkelbach und Womelsdorf  nur realisiert werden, wenn die Verlegung der Rohre effizient und geschickt verfolgt – beispielsweise auf direktem Wege durch eine Wiese statt eines teuren Umweges über die asphaltierte Straße.
  • Ich habe noch Nachtspeicheröfen. Dann muss ich doch extra Verteilrohre im Haus verlegen? – Bei Nachtspeicheröfen müssen Rohrleitungen und Heizkörper im Haus installiert werden. Wegen der sehr hohen Preise für Nachtstrom sind die Einsparungen bei Anschluss an das Nahwärmenetz aber so hoch, dass sich das schnell rechnet. Die Umstellung kann auch günstig durch ein KfW-Darlehen finanziert werden.